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VEB Kontaktbauelemente Werk 3 Luckenwalde

VEB Kontaktbauelemente Werk 3

Hier geht es um ein Werk der VEB Kontaktbauelemente, als Information habe ich heute einen alten Artikel aus der Märkischen Allgemeine.

Der volkseigene Betrieb Kontaktbauelemente hatte in Luckenwalde drei Betriebsteile, Werk 1 in der Schützenstraße, Werk 2 in der Mauerstraße und das Werk 3 in der Poststraße 25.
Jeder dieser Betriebsstandorte hat seine eigene Entwicklung und ist nicht pauschal mit der Entwicklung des VEB Luckenwalder Metallwarenfabrik gleichzusetzen.
Der Industriestandort Poststraße 25, ehemals Wilhelmstraße, ist sehr alt. Der Maschinenfabrikant A. E. Vogt nahm 1872 als erster in Luckenwalde die Wollhutfabrikation auf. 1876 verkaufte er die Fabrik und zog in die Bahnhofstraße 13. Die Firma Förster & Co erwarb diese Fabrik für die Produktion von Hüten.
1918 wurde der Betrieb an den Huthersteller Goldschmidt verkauft. Nach dem Teilabriss wurde am Standort Wilhelmstraße 25 ein neues Fabrikgebäude errichtet.
1929 erfolgte die Verschmelzung mit der Berliner Hutfabrik Silber und Brandt AG zur Goldschmidt, Silber & Brandt AG Luckenwalde. Der Sohn Heinrich führte das Unternehmen bis zur Liquidation. Mit Zuschlagsbeschluss übernahm am 30. April1934 die Deutsche Bank und Diskontogesellschaft Berlin den Betrieb.
Der Fabrikbesitzer Paul Jordan aus Berlin Steglitz erwarb am 20. September 1939 die Fabrik für einen Preis von 70 000 Reichsmark. Er eröffnete damit einen Zweigbetrieb in Luckenwalde und stellte die Fertigung auf elektrotechnische Artikel um.
Mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches und dem Einmarsch der Roten Armee am 22. April 1945 in Luckenwalde ruhte zunächst die Produktion. Dann erfolgte die Beschlagnahme und teilweise Demontage des Betriebes durch die Rote Armee. Am 28. April1946 wurde Herr Samara als Treuhänder eingesetzt. Mit der Enteignung 1948 änderte sich der Name des Betriebes. Er nannte sich VEB Elektrotechnisches Preßwerk Luckenwalde. Ab April 1951 gehörte der Betrieb zur Vereinigung volkseigener Betriebe für Installation, Kabel und Apparate (IKA ) mit Sitz in Leipzig an. Der Betrieb hieß nun VEB IKA-Elektroinstallation Luckenwalde.
Am 1. April 1969 wurde der Betrieb dem VEB Kombinat Zentronik mit Sitz in Dresden zugeordnet und dem VEB Luckenwalder Metallwarenfabrik als Betriebsteil unterstellt. Erst 1970 mit der Zuordnung zum Kombinat Elektronische Bauelemente wurde der Betrieb mit seinen drei Betriebsteilen in VEB Kontaktelemente umbenannt.
Für die Belegschaft des Betriebes Jordan beziehungsweise IKA, unter diesen Namen kannten die Luckenwalder diesen Betrieb in der Poststraße, war die Zusammenlegung kein Willkommensakt. Viele hatten noch unter der Firma Jordan gearbeitet und nach 1945 am Aufbau ihres Betriebes mitgewirkt. Andere haben nach der Lehre im Betrieb sich qualifiziert und leitende Funktionen übernommen. Vieles sprach für einen Betrieb mit familiären Charakter. Der wurde von einem Betrieb übernommen, dessen Produktionsprofil ganz anders war und in dem auch alle Leitungsfunktionen besetzt waren. Es hat lange gedauert bis die IKA-Leute auch KBLer waren. Und als sie es waren, war auch schon alles vorbei. Seit 1996 ist die Poststraße 25 kein Industriestandort mehr, da zog die letzte Firma aus, KBL gab es da bereits nicht mehr.
(Quelle: Märkische Allgemeine)

Album "VEB Kontaktbauelemente Werk 3" erstellt am 22.09.2014 von Trümmer Lümmler
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  • Svartisen sagte Mehr
    Schöne Fotos. Ja der zurück gelassene Müll verwundert mich immer wieder, eine Schande. Mir ist...
  • Trümmer Lümmler sagte Mehr
    Hallo, ich habe mich seither nicht mehr mit dem Luftschutzstollen beschäftigt. Vielleicht muss ich...
  • Nope sagte Mehr
    Sehr interessant Wau! Und wofür wird der Bunker nun wirklich benutzt oder instand gehalten?

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