Schaubergwerk Grube Hühn Trusetal

Schaubergwerk Hühn im Trusetal

Auf der Webseite des Schaubergwerks Hühn heißt es „Bergbautradition hautnah erleben“ und „Bergbautechnologie zum Anfassen“. Damit wurde in keiner Weise übertrieben, hier kann man Bergbautradition und Technik hautnah erleben.

Grube Hühn, Bergbautradition hautnah erleben und Bergbautechnologie zum Anfassen.

Der Empfang an der Information fällt hier freundlich aus und der Eintrittspreis ist mehr als fair. Lediglich für die Fotoerlaubnis fallen zusätzliche Kosten von 1 Euro an, diese sind aber sinnvoll investiert. Direkt neben der Kasse liegt die Kaue und der Kübelraum. Es werden Helme und Schutzkittel bereitgestellt.

Wartezeiten vor der nächsten Führung kann man auf dem gesamten Gelände gut nutzen. Im Nebengelass befindet sich ein kleines Bergbaumuseum mit vielen Ausstellungsstücken. Neben Bergbauinventar und einer Mineraliensammlung, wird auch ein Model des Bergwerks ausgestellt. Durch den Einwurf einer Münze erweckt man das Grubenmodel zum Leben. Das Steigerlied ertönt und die Grubenabschnitte werden bewegt. Das sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Wenn vor der Führung keine Zeit bleibt, sollte dies unbedingt nach der Führung nachgeholt werden.

Treffpunkt für die eigentliche Führung unter Tage ist dann der Vorplatz am Mundloch. Dort kann man sich diverse Bergbaugeräte aus der Nähe anschauen. Der Platz dient ebenfalls als Rangierplatz für die Grubenbahn. Ein kleines Highlight ist die ruckelige Einfahrt mit der Grubenbahn. Kinder kommen hier garantiert auf ihre Kosten, aber Bahnbegeisterte werden ebenso ihren Spaß haben.

Besucherbergwerk Hühn Trusetal AußenausstellungBesucherbergwerk Hühn Trusetal Maschinenraum

Die Grubenbahn fährt direkt zum vollständig erhaltenen Förderschacht der ehemaligen Fluss- und Schwerspatgrube. Eine wahre Augenweide. Am Förderschacht liegt auch der Fördermaschinenraum. Dieser ist ebenfalls Komplet eingerichtet. Jeder Bergbaubegeisterte wird hier kaum wissen, wo er zuerst hinschauen soll.

Nach Besichtigung der Fördermaschine fängt der eigentliche Rundgang an. Es geht vorbei an verschiedenen Bergbaumaschinen, hin zu einem Pressluftbohrer. Dieser wird dann direkt vorgeführt. Ebenfalls wird die Reihenfolge einer Sprengung mittels Lichter simuliert.

Noch ein paar Worte zum Personal dürfen hier nicht fehlen. Unser Führer war ein ehemaliger Bergmann, der einst in der Grube Hühn gearbeitet hat. Der Informationsfluss war extrem, aber auch für Laien leicht verständlich erklärt. Die Begeisterung für den Bergbau und seinen alten Arbeitsplatz war immer präsent. Jede Frage wurde beantwortet und mit kleinen Geschichten ausgeschmückt. Mir hat ebenfalls gefallen, dass ich nicht so durch die Grube gescheucht wurde. Es war immer genug Zeit, sich alles genau anzuschauen. Zu keiner Zeit fühlte ich mich durchgeschoben und das ein oder andere Foto konnte ich in Ruhe schießen.

Die eigentliche Führung dauert circa 45 Minuten.

Positiv fand ich...

  • Fahrt mit der Grubenbahn
  • Allerlei Bergbautechnik unter und über Tage
  • Echtes Grubenfeeling
  • Hohe Fachkompetenz während der Führung
  • Extra Ausstellung in Nebengebäuden
  • Schutzkleidung
  • Bergbaulehrpfad

Kontakt und Anfahrt

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Besucherbergwerk "Grube Hühn im Trusetal" besucht am 23 September 2018.

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