In diesem Kriegssendezentrum der GSSD bei Wittenberg stand einst hochsensible Funktechnik. Das Bauwerk wurde um 1980 errichtet, besitzt zwei Etagen in monolithischer Bauform und sollte im Ernstfall der Koordination der 1. Westfront dienen. Im zweiten Untergeschoss befindet sich ein Tragwerk mit vier Stoßdämpfern. Die Bauzeit betrug etwa zwei Jahre, und nicht einmal die Stasi soll über den Bau informiert gewesen sein. Stationiert waren hier streng geheime Nachrichteneinheiten, die im Ernstfall die 1. Westfront befehligen sollten. Heute ist die Anlage größtenteils geräumt, und es gibt nur noch wenig zu sehen.
Achtung: Hier herrschen schlechte Sauerstoff- (O₂) und Methanwerte (CH₄)! Bereits früher hörte ich öfter, dass Personen mit Kopfschmerzen aus der Anlage zurückgekehrt sind. Da seit längerer Zeit keine funktionierende Belüftung mehr vorhanden ist, kommt es hier offenbar zu Gasansammlungen.
- Veröffentlicht am 15. Dezember 2013
- Erstellt von Trümmer Lümmler
- Zuletzt aktualisiert am 3. Februar 2026
- 4 Kommentare






Beeindruckende Aufnahmen. Sie zeigen dem Betrachter eine Unterwelt von baulichen und technischen Einrichtungen, die aufwendig, kostenintensiv, aber aus damaliger Sicht erforderlich und notwendig war. Der Kalte Krieg forderte seine Opfer an der vordersten Front beider sich gegenüberstehenden Blöcke. Zum Verständnis sei mir gestattet zu ergänzen, es handelte sich hier um eine Funksendestelle/ Funksendezentrale, wie sie kilometerweit von jeder großen Führungsstelle abgesetzt betrieben wurde. Von hier aus wurde die 1. Westfrot nicht befehligt, sondern von hier aus wurde aus Gründen der Tarnung und Geheimhaltung der eigentlichen Führungsstelle die Funksender fernmoduliert. Es handelte sich demnach um eine reine technische Einrichtung. An Sendetechnik handelte es sich um Kurz- und Ultrakurzwellen- Funkgeräte, Richtfunk- und Troposphärengerätesätze, möglicherweise auch um Satellitentechik.
Hallo, vielen Dank für deinen umfangreichen Beitrag. Deine Ergänzungen des Beitrags sind richtig und wichtig. Die Bilder sind nun gut 10 Jahre alt, mittlerweile wird es dort wohl etwas wilder aussehen. THX & Glück Auf
Hi, Ich hätte mal eine Frage.
Wie kommt man eigentlich auf das Gelände drauf?, weil ist ja eigentlich alles mit elektrischem Zaun abgesperrt, bis auf ein tor, aber das ist ziemlich weit ab von der Betonfläche.
Hey, das kann ich dir leider nicht sagen. Vor 10 Jahren gab es dort noch keinen Zaun. Glück auf!